Edelmetalle als Geldanlage

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Wissenswertes über Edelmetalle

Gold und Silber gelten seit Jahrtausenden als Garanten für Werterhalt. Bis 1971 konnte jeder US-Dollar zu einem festen Wechselkurs in Gold umgetauscht werden. Dieses als Goldstandard bezeichnete System von Bretton-Woods wurde 1944 vereinbart und galt, bis US-Präsident Richard Nixon 1971 die Teildeckung des US-Dollar durch Gold aufhob. In dieser Zeit war Gold die Grundlage eines funktionierenden Währungssystems in den wichtigsten Industrienationen. Seither ist der Goldpreis von Angebot und Nachfrage abhängig.

Im Gegensatz zu vielen Währungen wurden Gold und Silber in der Vergangenheit nie wertlos. Das liegt einerseits an der natürlichen Begrenzung der Ressourcen und daran, dass Edelmetalle immer einen gewissen Sachwert also Kaufkraft behalten. Geld kann hingegen beliebig durch die Zentralbanken gedruckt bzw. von den Geschäftsbanken aus Krediten erzeugt werden, wie nach dem Ende des Bretton-Woods Systems (siehe: DAS PROBLEM).

Edelmetalle können aber erheblichen Kursschwankungen unterliegen. Zudem werfen Gold und Silber keine laufenden Erträge wie Zinsen oder Dividenden ab. Das bedeutet, dass die Wertsteigerung von Edelmetallen einzig durch die Schwankungen der Edelmetall-Preise  bestimmt wird.

Wer aufgrund der seit 2008 herrschenden Dauerkrise des Geldsystems besorgt ist, sollte nicht auf eine Beimischung von Edelmetallen im Portfolio verzichten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, in Edelmetalle zu investieren. Man kann entweder Münzen und Barren in physischer Form kaufen oder in entsprechende Wertpapiere investieren, die an der Börse gehandelt werden. Bei Wertpapieren sollte jedoch immer darauf geachtet werden, dass ein tatsächlicher Anspruch auf die entsprechende Menge an physischen Edelmetallen besteht. Nur so können Anleger sicher sein, dass Edelmetalle auch wirklich als Schutz des Vermögens funktionieren. Wichtig ist auch die Besteuerung. Je nachdem ob Wertpapiere oder physische Edelmetalle und welcher Anlagezeitraum gewählt wird, fallen entweder unterschiedliche oder keine Steuern an (siehe steuerfrei).

Der Preis von physischen Edelmetallen richtet sich rein nach dem Gewicht der Barren und Münzen. Das Gewicht von Gold- und Silberbarren wird meist in Gramm angegeben und reicht von 1 Gramm bis hin zu mehreren Kilogramm, bei Münzen variiert das Gewicht meist zwischen einer Unze und einer Zehntel Unze. Die Preisunterschiede zwischen gleich schweren Münzen und Barren sind relativ gering, Barren sind aufgrund der einfacheren Herstellung und der Menge immer günstiger. Anleger sollten bei Gold- und Silberbarren immer auf die Reinheit achten. Ansonsten kann es beim Verkauf der Barren zu Abschlägen kommen.

Die Lagerung von Edelmetallen ist ein heikles Thema. Schon eine kleine Menge an Gold ist beispielsweise so wertvoll, dass man kleine und relativ leichte Barren zu Hause verwahren und im Notfall auch transportieren kann. Ein Goldbarren mit einem Gewicht von 1 kg ist mehr als 30.000 Euro wert und nicht größer als ein handelsübliches Smartphone.

Auch in einem Bankschließfach kann Gold gelagert werden, jedoch nicht ohne Risiko, wenn es im Zuge der Geldsystem-Krise zu einer Vermögensabgabe (wie jüngst vom IWF gefordert) oder zu einem Goldverbot kommen sollte. Die Kosten für einen Banksafe sind mit etwa 40 Euro im Jahr moderat. Rechtlich gesehen ist das Schließfach Sondervermögen und somit bei einer Insolvenz des Geldinstituts vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt. Sofern die Entscheidung für ein Bankschließfach ausfällt, sollte man seine Hausratversicherung prüfen, ob diese auch die Lagerung in einem Bankschließfach abdeckt. Bei Silber sieht es mit der Lagerung schon nicht mehr so einfach aus, denn aufgrund des geringeren Wertes wird wesentlich mehr Raum benötigt, weshalb ein Bankschließfach von vorn herein ausscheidet.

Eine sinnvolle Alternative zum Kauf von Barren sind Edelmetall-Depots. Dabei erwirbt der Kunde das Eigentum an den Edelmetall-Barren, die der Anbieter direkt im Auftrag des Kunden sicher in Tresoren einlagert (siehe sicher). Rechtlich sind die eingelagerten Barren Sondervermögen der Kunden und somit im Falle einer Insolvenz des Anbieters vor dem Zugriff anderer Gläubiger geschützt, so wie bei SPARMETALL.

Die Kosten für ein Edelmetall-Depot sind in der Regel höher als die Lagerung im Bankschließfach. Einige Anbieter  verwahren die Edelmetalle in der Schweiz, um seine Kunden vor einem eventuellen Zugriff des deutschen Staates zu schützen, so wie die Deutscher Rohstoff-Kontor GmbH & Co. KG über ihr Produkt SPARMETALL. Im Gegensatz zu Deutschland war der Goldbesitz in der Schweiz in der Vergangenheit noch nie verboten. Dieser Service ist jedoch etwas teurer als eine Verwahrung in Deutschland.

Anbieter gibt es viele, jedoch günstig sind nur wenige. Denn viele Anbieter belohnen sich selbst mit dem Verkauf von Kleinmengen durch enorme Preisaufschläge und versteckte Kosten. Anders die Deutscher Rohstoff-Kontor GmbH & Co. KG  (siehe günstig). An der Börse werden verschiedenen Wertpapiere gehandelt, deren Ziel es ist, die Entwicklung der Edelmetallpreise abzubilden. Die meisten werden als Zertifikate oder von sogenannte Exchange Traded Commodities (ETC) angeboten. Bei beiden handelt es sich um Schuldverschreibungen, was bedeutet, dass der Kunde bei einer Insolvenz das eingesetzte Geld verlieren kann. Gerade in Finanzkrisen steigt jedoch das Insolvenzrisiko solcher Wertpapiere. Auch wird bei Verkauf häufig eine Auslieferung in physischen Edelmetallen ausgeschlossen. Das bedeutet, Kunden erhalten den Gegenwert nur in einer teilgedeckten Währung, die bereits unter einer steigenden Inflation leiden kann.

Einige Anbieter von ETCs werben damit, dass ihre Produkte ähnlich sicher seien wie physische Edelmetalle. Tatsächlich kauft der Kunde aber keine physischen Edelmetalle, sondern lediglich den Anspruch auf eine physische Auslieferung. Im Insolvenzfall muss der Anspruch dann gerichtlich durchgesetzt werden, was viel Zeit und Kosten verursacht. In vielen Verkaufsprospekten wird lediglich von „physisch hinterlegten“ Edelmetallen gesprochen. Das darf jedoch nicht mit dem Eigentum des Kunden an den Edelmetallen verwechselt werden, denn nur das vertraglich zugesicherte Eigentum garantiert einen Schutz vor dem Zugriff anderer Gläubiger (siehe sicher). Wertpapiere auf Edelmetalle taugen deshalb ausschließlich zu kurzfristigen Spekulationen.

Insgesamt ist der Erwerb von Edelmetall-Wertpapieren nicht günstiger als der Erwerb und die Verwahrung von physischen Edelmetallen. Denn die Mehrkosten die durch die Lagerung von physischen Edelmetallen entstehen, sind weit niedriger als die Abgeltungssteuer, die bei Verkauf von Wertpapieren anfällt (siehe steuerfrei).

Warum in physische Edelmetalle investieren, das erfahren Sie unter DAS PROBLEM!